
Dass Facebook mit den Daten seiner Mitglieder nicht gerade umgeht wie ein Gentleman, ist hinlänglich bekannt; dass jedoch anhand der Telefonnummer oder E-Mailadresse eines Mitgliedes das gesamte Profil abgerufen werden kann, ist den meisten Mitgliedern neu.
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de
Seit letzter Woche meldete Spiegel-Online in mehreren Berichten über die bei Facebook mögliche Rückwärtssuche. Mailadresse oder Handynummer genügen, um das Persönlichkeitsprofil anzurufen. Ein Entwickler hat mit Zufallsnummern tausende Namen und Profile recherchiert. Er bekam über das soziale Netzwerk Zusatzinformationen, obwohl er in keinerlei Beziehung zu den betreffenden Mitgliedern steht.
Laut Spiegel Online hat ein Unbekannter, alias Suriya Prakash, eine Liste mit mehr als 850 Namen und Telefonnummern veröffentlicht.
„Er berichtet, dass er die Telefonnummern, die Namen und die entsprechenden Profile bei Facebook abrufen konnte. Mittels eines einfachen Skripts erzeugte er Zufallsnummern und fragte bei Facebook ab, ob zu dieser Nummer ein Profil existiert. Wurde das Skript fündig, speicherte es die Nummer und den dazugehörigen, bei Facebook registrierten Namen.“
Zitat: Spiegel.de
Ein Sprecher von Facebook verteidigt diese Möglichkeit der Datenspionage: „Das ist so beabsichtigt, das ist kein Fehler“!
Um die Rückwätssuche zu verhindern, müssen Einstellungen vom Mitglied selber vorgenommen werden.
- Logge dich in Facebook ein, rufe deine Startseite auf
- Klicke rechts oben auf den kleinen Pfeil neben „Startseite“, dann auf „Privatsphäre-Einstellungen“
- Gehe auf „Funktionsweise von Verbindungen“ „Einstellungen bearbeiten“
- Hier kannst du einstellen, wer dich anhand von Telefonnummer oder Mailadresse finden kann
Wer diese Anleitung lieber bebildert möchte, kann die Fotostrecke von Spiegel-Online aufrufen.
Quelle: Spiegel-Online
Artikel vom 12.10.2012
