Online-Redakteure gestalten den Inhalt aktueller Internetangebote von Medien oder anderen Unternehmen. Sie arbeiten mit Bild, Text und Audiovision, recherchieren Sachverhalte und Hintergründe, sichten und prüfen diese und wählen geeignete Informationen aus. Mit dieser Internetpräsenz möchten wir über alles informieren, was für Online-Redakteure, und natürlich auch für alle anderen, interessant sein kann. Unsere Themen beziehen sich in erster Linie auf die vielfältigen Medien, von Print bis SocialMedia und die zunehmende Vielfalt der Geräte. Aufgrund der stetigen Wandlung und Expansion des Internets, sowie das Zusammenwachsen von Online-Print- TV- und Hörfunkmedien, ist ein häufiges Umdenken notwendig. Wir helfen dabei, die Orientierung nicht zu verlieren.
Sprachsteuerung eines Windows-PC
Seit dem iPhone 4S mit seinem Siri Sprachassistent hat sich die Sprachsteuerung wieder ins Gespräch gebracht. An sich nichts neues, eine beliebte Spielerei in den 90ern, und eine Notwendigkeit, behinderten Menschen den Computer und das Internet zu ermöglichen. Für Smartphones sind Spracherkennung und Sprachassistenz inzwischen Standard, aber wie sieht es mit dem PC aus? Für die folgenden Beispiele benutzte ich Windows 7 Ultimate und ein Headset.
Die Zentrale
Seit Urzeiten gibt es in Windows die Systemsteuerung. Diese, zum Glück nie umbenannte, Windowszentrale ist unser Ausgangspunkt.
Wir wählen die Überschrift „Erleichterte Bedienung“ weiter geht es mit „Spracherkennung starten“ anschließend auf die Überschrift „Spracherkennung2 klicken. Jetzt führt Windows Punkt für Punkt zum Ziel. Zunächst wird das Mikrofon eingestellt, anschließend bringt der Computer dir bei, wie er sich mithilfe der Sprache bedienen lässt. Nun muss der Computer lernen, wie deine Stimme tickt. Sonst kann es natürlich zu lustigen Missverständnissen führen. Diese sind aber ärgerlich, wenn z.B. ein Artikel oder ein Geschäftsbrief lustige, aber unsinnige Wörter enthält.
Das oben angeführte Beispiel kann, nach kurzer Eingewöhnungszeit, zu erheblichen Arbeitserleichterungen führen. Zumindest für Freelancer im Homeoffice. Im Gemeinschaftsbüro ist es wohl eher nervig.
Vielen werden die Möglichkeiten, Diktate und das sprachgesteuerte Starten und Schließen von Anwendungen benutzen zu können, völlig ausreichen. Aber in Kombination mit Sprach-Makros, können dem Computer auch komplizierte Aufgaben übertragen werden. Das benötigte Werkzeug “Windows Speech Recognition Macros” stellt Microsoft zum kostenlosen Download bereit. Damit kannst du individuelle Sprachanweisungen problemlos mit Windows-Befehlen verknüpfen.
In einem englischsprachigen Tutorial zeigt das Team von Microsoft wie längere Textpassagen per Sprachbefehl eingefügt werden können, sie können die Tastatureingaben simulieren, und vieles mehr.
Somit lässt sich mit einfachen Mitteln ein sehr komplexer Sprachassistent am Computer benutzen, der einiges mehr kann als Siri.
Eigentlich wollte ich hier ein lustiges Video-Beispiel von Apple´s Siri bringen. Aber leider wimmelt es auf YouTube nur so von verwöhnten Berufssöhnen, die ihren Sprachassistenten mit vulgärer Fäkaliensprache beschimpfen.
Also zitiere ich hier lieber die
Computerzeitschrift c´t: “Siri, willst du mich heiraten?”
Siri: “Von Eheschließung steht nichts in meinem Endbenutzerlizensvertrag”.
Und dann habe ich doch noch ein Video gefunden, dass ich “ohne rot zu werden” hier veröffentlichen kann. Was so alles passieren kann, wenn man auf Siri hört.
In diesem Sinne, viel Spaß!
Netzwelt: Windows 7 – Sprachsteuerung
Chip.de: Siri für Windows – Sprachsteuerung ohne iPhone 4S
Huawei Ideos X3 – Das Lidl-Smartphone
Seit geraumer Zeit bietet der Discounter Lidl in seinem Online-Shop ein Smartphone für 99 € an. Hinzu kommen 3 € Versandkosten. Zu leicht variierenden Preisen gibt es das Angebot auch bei Fonic und Tchibo. Das Phone ist für alle Netze freigeschaltet. Das Lidl/Fonic-Angebot beinhaltet auch eine SIM-Card mit 30 Tagen kostenlosem mobilen Internet, Tchibo bietet 14 Tage. Kann das was taugen? Wo ist der Haken? Wir haben das Gerät selber getestet, und andere Testergebnisse zusammengefasst.
Erster Eindruck
Die Stiftung Warentest bezeichnet das Gerät als „Einfach nur billig“. Doch damit steht die Stiftung alleine da. So sind wir uns mit dem professionellen IT-Portal Golem einig, das Smartphone wirkt durchaus wertig. Der gummierte Rückdeckel erinnert an die weitaus teureren HTC-Handys. Das etwa 100 g schwere Handy liegt gut in der Hand. Das Display hat eine Größe von 3,2 Zoll, und ist damit etwa so groß wie das erste iPhone, das Gerät ist sogar noch flacher als das iPhone4. Als Betriebssystem ist Android 2.3 installiert. Die Farben auf dem Display wirken satt, und es ist von vorneherein gut zu bedienen.
Internet
Die schnellen Mobilfunkstandards UMTS und HSDPA werden ebenso wie der schnelle WLAN N-Standard unterstützt. Obwohl Huawei nicht den größten Prozessor (600Mhz Taktfrequenz) und Arbeitsspeicher (256 MB) eingebaut hat, läuft der Browser flüssig und ohne Macken. Das Gerät unterstützt, genauso wie alle iPhones, kein Flash. YOU TUBE Videos können, dank vorinstallierter App, trotzdem angeschaut werden. Allerdings kommt es hier manchmal zu leichten Rucklern. Das Kult-Spiel „Angrie-Byrds“ lief im Test problemlos.
Die Nutzeroberfläche
Auf dem Huawei Ideos X3 läuft die Android-Version 2.3 für Smartpones. Huawei hat aber
noch einen drauf gesetzt, in dem es eine eigene Nutzeroberfläche draufgezogen hat. Schlicht und elegant wirken die Startbildschirme, bis zu 5 Screens können individuell gestaltet werden. Die Startbildschirme können sehr komfortabel mit einem beweglichen Würfel aufgerufen werden. Mit einem Fingertipp kann der Datenverkehr ausgeschaltet werden, sehr nützlich für User ohne Datenflat. Anders als bei vielen Smartphones der unteren Preisklasse reagiert das Touchscreen-Display sehr gut. das Gerät besitzt sogar eine Frontkamera für Videochat oder künftige Gesichtserkennung.
Verarbeitung
Die Verarbeitung kann als solide bezeichnet werden. Menüs und Apps öffnen sich ohne bemerkenswerte Wartezeiten. Die Sprachqualität war durchweg gut und ohne Störgeräusche.
Jetzt wird’s billig
Der MP3-Player im Ideos X3 ist nicht spitzenmäßig, aber für zwischendurch ganz in Ordnung. Das beigefügte Headset ist nicht zu empfehlen, es lohnt sich, andere Kopfhörer zu benutzen. Der vorinstallierte Huawei Musik-Player kommt mit einem schicken Design daher. Fast alle Funktionen sind eingebaut.
Wer eine Fotoleuchte braucht, muss ein anderes Handy kaufen. Das X3 besitzt jedenfalls keine. Die Bildqualität mag ohnehin nicht überzeugen, auch wenn unter idealen Bedingungen auch mal ein Schnappschuss gelingen mag.
Auf die angesagten QR-Codes müssen die Besitzer des Ideos X3 nicht verzichten. Wir haben im Android-Market aber erst nach intensivem Suchen QR-Code-Apps gefunden, die mit dem Gerät kompatibel sind.
Wer ist eigentlich Huawei?
Der chinesische Hersteller ist schon seit Jahren auf dem deutschen Markt, allerdings meist nicht unter dem eigenen Namen sondern als Brandingmarke z.B. von Vodafone, oder 1&1. Unter den Namen Huawei kamen in Deutschland vor einigen Jahren die USB-Sticks für mobiles Internet auf den Markt. In den letzten Jahren ist Huawei zum zweitgrößten Netzwerkausrüster (nach Ericson) aufgestiegen. Als nächstes Ziel soll Huawei bis 2013 zu den fünf größten Handyherstellern der Welt gehören. Wie das erreicht werden soll, berichtet die Wirtschaftswoche.
Fazit:
Ein durchaus gebrauchsfähiges Smartphone mit fast allen gängigen Funktionen. Durch das relativ kleine Display ist es eher für Benutzer mit nicht allzu dicken Fingern geeignet. Das Gerät in schickem Design liegt gut in der Hand, ist gut verarbeitet, und macht einen wertigen Eindruck. Der Preis liegt momentan zwischen 100 € (Lidl/Fonic/Tchibo) und 130 € (amazon/ebay). Wer keine großen Ansprüche an die Fotofunktion hat, kann sich mit diesem Gerät anfreunden. Aber richtige Fotofreunde benutzen ja auch kein Handy, sondern eine Systemkamera.
Insgesamt überrascht das Gerät positiv. Es bietet mehr, als man zu diesem Preis erwarten kann. Natürlich darf man es nicht mit den Premium-Smartphones von Samsung, HTC oder auch Apple vergleichen.
Weitere Links zum Thema:
Spiegel.de
stern.de
Netzwelt
CNET
Update 15.12.2011 Tchibo hat den Preis auf 89,95 € gesenkt
Update 16.12.2011 In Österreich ist ein ähnliches Gerät bei dem Discounter Hofer für 119 € erhältlich
Weihnachtszeit – Spendenzeit | Auch im Netz!
Im Dezember wiederholt es sich jedes Jahr: die Briefkästen sind vollgestopft mit Spendenaufrufen, und vor dem Supermarkt steht ein angeblicher Zirkusmitarbeiter mit einem Esel, um für das „Winterfutter“ zu sammeln.
Selbst wenn die Unseriösen ausgefiltert sind, bleibt eine Menge übrig. In welche Kanäle das Geld fließt, bleibt meist undurchsichtig. Außerdem bleibt immer die Frage, für wen, was und warum eine Spende sinnvoll ist.
Wir haben uns für Wikimedia entschieden, das hat vielschichtige Gründe.
- Wikimedia betreibt die größte Enzyklopädie der Menschheit: Wikipedia.
- Jeder von uns hat sie schon genutzt.
- Wikipedia ist ein Projekt zur Förderung freien Wissens – überall auf der Welt.
- Wikimedia ist eine gemeinnützige Organisation, Spenden sind absetzbar.
- Sie gehört zu den 5 der am häufigsten aufgerufenen Websites, und kommt mit weniger als 100 Angestellten aus.
- Wikipedia ist in 283 verschiedenen Sprachen verfügbar.
Die Liste ließe sich erheblich erweitern. Um einen Eindruck zu bekommen, welch enormer Arbeitsaufwand notwendig ist, so etwas zu betreiben, haben wir uns einmal den Wikistream in Echtzeit angeschaut. Wie geek.com berichtet, haben 141 000 aktive Nutzer bereits über 500 Millionen Änderungen vorgenommen, und inzwischen über 800 000 Bilder hochgeladen. Dieser unaufhörliche Strom wird auf Wikistraem visuell verdeutlicht, und wenn neue Bilder hochgeladen werden, verändert sich der Hintergrund der Seite.
Wer Wikimedia weiterhin werbefrei nutzen will, sollte so konsequent sein, und auch etwas dafür tun.
Geld für Online-Texte von der VG Wort
Inzwischen beteiligt sich der größte Teil der Zeitungs- und Zeitschriftenverlage am Meldeverfahren für Texte im Internet (METIS). Dadurch können die gemeldeten Online-Texte über die VG Wort zusätzlich vergütet werden. Vergütet werden Texte mit mindestens 1800 Zeichen, die über 1500 Mal aufgerufen werden. Jedem dieser Online-Texte werden sogenannte Zählmarken eingefügt, damit die Zugriffszahlen exakt verbucht werden können.
Anzeige: ILS Fernkurs Biographisches Schreiben
Wie komme ich an die Kohle?
Für das Onlinemeldeverfahren ist eine einmalige Registrierung erforderlich. Dieses Formular muss ausgedruckt, unterschrieben und per Schneckenpost an die VG Wort geschickt werden. Daraufhin bekommt man eine Karteinummer. Wer schon einen Wahrnehmungsvertrag mit der Verwertungsgesellschaft abgeschlossen hat, besitzt bereits eine Karteinummer, diese muss dem jeweiligen Verlag gemeldet werden.
Und nach der Veröffentlichung?
Wenn der Text öfter als 1500 Mal aufgerufen wurde, verschickt die VG Wort automatisch eine Benachrichtigung. Die Meldungen müssen dann im persönlichen T.O.M. Portalbereich bestätigt werden. Die Ausschüttung erfolgt jährlich.
Nächster Meldeschluss: 31. Dezember (Posteingang / Meldungseingang) für:
- Teilnahmeerklärung am Onlinemeldesystem
- Wahrnehmungsvertrag
Der Tagesspiegel und das Nazi-Trio
Was sollen wir dazu noch sagen, liebe Layouter vom Tagesspiegel? Irgendetwas von Bild-Text-Schere, oder einfach nicht aufgepasst?

